Finanzbedarfcheck – Kalkulator

Wie viel Geld brauche ich fürs Studium?

Kosten im Studium: Was wird dich dein Studium kosten?

Endlich steht das Studium vor der Tür – doch wissen viele Studenten nicht, welche Kosten auf sie zukommen. Daher haben wir von bildungsfonds.de einen kleinen Wegweiser zusammengestellt. Ganz egal, ob du dich für eine Wirtschaftswissenschaft, Jura oder Meeresbiologie entscheidest, die Kosten, die direkt mit deinem Studium zusammen hängen unterscheiden sich kaum. Vielmehr entscheidet die Stadt, in die dich dein Studium zieht, über die Höhe deiner laufenden Aufgaben. Sowohl die Lebenshaltungskosten als auch die Mietkosten können je nach Stadt stark variieren. Gleiches gilt für die Studiengebühren. Während es in Deutschland keine allgemeingültigen Studiengebühren gibt, erheben Universitäten außerhalb unserer Landesgrenzen durchaus Gebühren, die abhängig vom jeweiligen Land sehr hoch sein können. In Deutschland zahlst du an allen staatlichen Einrichtungen lediglich einen sogenannten Semesterbeitrag, der zwischen 85 und 290 Euro pro Semester variiert. Dieser Betrag inkludiert in der Regel auch die Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr. Anders sieht es natürlich mit einem Studium an einer privaten Einrichtung aus. Hier empfehlen wir dir, dich direkt beim Ansprechpartner der Hochschule über die anfallenden Kosten zu informieren.

Der größte Kostenfaktor: Die Miete

Mit der Entscheidung für ein Studium, entscheiden sich viele Studienanfänger für eine neue Heimatstadt. Doch wer die heimischen Gefilde verlässt, muss sich zwangsläufig auch mit dem Thema Mietkosten auseinandersetzen. Wie viel Miete du tatsächlich zahlst, ist in erster Linie von der Stadt, für die du dich entscheidest, abhängig. Doch entscheidet sich kaum ein Student ausschließlich auf Basis des Quadratmeterpreises, auch die Attraktivität und die Qualität der Lehre sind für die Wahl ausschlaggebend. Es überrascht uns daher kaum, dass sich München seit Jahren auf Platz 1 der beliebtesten Studienstädte Deutschlands befindet. Alleine an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) studieren 2016 nahezu 51.500 Studenten aus aller Welt.

Wer sich für ein Studium in der bayrischen Landeshauptstadt entscheidet, muss jedoch durchaus etwas tiefer in die Tasche greifen. Denn der Wohnraum ist nicht nur sehr beliebt, sondern auch knapp und dementsprechend teuer. Gleiches gilt für Hamburg, Frankfurt oder Köln, die ebenfalls zu den beliebtesten deutschen Studienstädten gehören. Damit du deine Finanzen bestmöglich planen kannst, empfehlen wir dir einen Blick in den Mietspiegel deiner neuen Wahlheimat zu werfen. Etwas günstiger wohnt es sich im und rund um das Ruhrgebiet. Insbesondere Leipzig und Dresden sind aufgrund der unschlagbaren Mietpreise hoch im Kurs unter den angehenden Akademikern. Doch auch kleinere Städte wie die Fahrradstadt Münster, Bochum oder Aachen gehören zu den Favoriten der Studenten.

Wie viel Geld du tatsächlich für die Miete deiner neuen Studentenwohnung oder deines neues WG-Zimmers einplanen musst, lässt sich aufgrund der starken Unterschiede zwischen den einzelnen Städten nur schwer sagen. Solltest du dich für eine der teureren Städte entscheiden, empfehlen wir dir auf ein WG-Zimmer oder sogar auf eines der Studentenwohnheime zurück zu greifen. Doch bedenke bitte, dass günstiger Wohnraum unter Studenten sehr beliebt ist. In München musst du daher bis zu vier Semester Wartezeit für einen Platz im Studentenwohnheim einplanen.

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Handy, Internet & Versicherungen

Als Student genießt du Vergünstigungen bei Krankenkasse und Co. – und solange du unter 25 Jahre alt bist und nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienst, bist du sogar über deine Eltern mitversichert. Studenten älter als 25 Jahre oder mit einem monatlichen Verdienst über 450 Euro empfehlen wir, mithilfe eines Vergleichsportals die besten Versicherungsangebote auszumachen. Da private Krankenversicherungen sehr teuer sind, empfehlen wir dir den vergleichsweise kostengünstigen Abschluss einer gesetzlichen Krankenversicherung. Als Student zahlst du im Durchschnitt 70 Euro pro Monat. Anders als die Krankenversicherung, sind Haftpflicht-, Hausrat- Rechtsschutz- und Rentenschutzversicherung nicht verpflichtend. Dennoch lohnt es sich die ein oder andere Zusatzversicherung in Betracht zu ziehen, da die Konditionen für Studenten vergleichsweise günstig sind. Außerdem schützen dich Haftpflicht & Co. im schlimmsten Falle vor Schäden in Millionen Höhe.

Ohne Zugang zum Internet ist das Studieren kaum mehr möglich. Doch zum Glück kosten dich sowohl Handy als auch Internet nicht mehr die Welt. Denn auch hier genießt du als Student diverse Vergünstigungen. Das beste Angebot findest du mit einem DSL-Tarifvergleich. Und auch für die Nutzung eines Handys musst du keine hohen Summen einplanen. Je nach Tarif zahlst du als Student zwischen 20 und 35 Euro. Der tatsächliche Preis orientiert sich an der Anzahl der GB, die in deinem Tarif inkludiert sind. Telefonie und SMS Versand sind meist kostenlos.

Seit ein paar Jahren ist jede Wohneinheit verpflichtet den Rundfunkbeitrag von 17,53 pro Monat zu zahlen – unabhängig von der Anzahl der Fernseher oder Radios in einer Wohnung. Der Beitrag wird pro Wohnung berechnet und nicht pro Kopf. Solltest du also in eine WG ziehen, zahlst du lediglich einen Anteil der Rundfunkgebühr. Als Student, der BAföG bezieht, bist du von der Gebühr ausgenommen.

Arbeiten als Student – So finanzierst du dein Studium

Das Studentenwerk gibt an, dass ein Studium durchschnittlich mit 794 Euro im Monat. Um die Kosten zu decken stehen  unterschiedliche Möglichkeiten zu Verfügung. Wenn es das Studium zeitlich zulässt, empfehlen wir einen Werkstudentenjob anzunehmen – erste Arbeitserfahrungen wirken sich positiv auf den Karrierestasrt aus. Daher lohnt es sich, eine Werkstudentenstelle passend zum Studiengang zu wählen. Da das Studium unter dem Semester jederzeit im Vordergrund stehen muss, sollten wöchentlich 20 Stunden Arbeitszeit nicht überschritten werden. Andernfalls verliert man den  Studentenstatus. Während der Semesterferien kann sicher bis zu 40 Stunden in der Woche eine Nebentätigkeit erfolgen.

Je nachdem wie hoch das Einkommen deiner Eltern ist, hast du gegebenenfalls Anspruch auf BAföG. Im Gegensatz zu Studienkrediten musst du BAföG nur zur Hälfte nach Beendigung deines Studiums zurückzahlen. Ob und wie viel Geld du beanspruchen darfst, findest du mithilfe des BAföG-Rechners raus. Grundsätzlich kannst du bis zu 735 Euro vom Staat erhalten. Welche Finanzierungsmöglichkeiten es sonst gibt und was der Vorteil eines Bildungsfonds ist, liest du hier (https://bildungsfonds.de/studienfinanzierung/).

Spartipps für Studenten

Der Studentenstatus bringt viele finanzielle Vorteile mit sich. Insbesondere im Freizeitbereich kann man eine menge Geld einsparen. Sowohl Kino als auch Museum und Theater bieten dir oftmals vergünstigte Eintrittspreise an. Und auch Modegeschäfte halten für Studenten den ein oder anderen Rabatt parat.  Um den Studentenstatus in jedem Land der Welt voll und ganz auszunutzen, empfehlen wir die Beantragung des Internationalen Studentenausweises (ISIC). Hierzu muss lediglich ein gültiger Identitätsnachweis und ein aktuelles Passfoto vorgelegt werden. Der Ausweis kostet  einmalig fünfzehn Euro und ist ab Ausstellungsdatum ab Jahr gültig. Bei kostenintensivere Anschaffungen wie beispielsweise den Kauf eines neuen Laptops, empfehlen wir, beim Anbieter nach kostengünstigen Finanzierungsmöglichkeiten nachzufragen. Immer mal wieder bieten Händler spezielle Rabattaktionen oder Finanzierungsmodelle, bei denen zum Teil keine Zinsen anfallen.