Alternative Finanzierungsmöglichkeiten

Wie finanziere ich mein Studium wenn ich keinen Kredit erhalte?

Alternativen Bildungsfonds| Studienbeitragsdarlehen | Bafög | Stipendien

weitere Fördermöglicheiten

Die Frage der Finanzierung von studienbedingten Kosten wird i.d.R. sicher zuerst mit den Eltern oder Verwandten diskutiert. Diese decken oftmals einen Großteil der Kosten, sofern es ihre finanziellen Mittel erlauben. Planen Sie jedoch ein Studium an einer Privathochschule oder im Ausland, so ist Ihre Familie oftmals schnell mit der Bewältigung der Kosten überfordert. Sie müssen sich also um weitere Finanzierungsquellen kümmern. Hier erfahren Sie mehr über unterschiedliche Finanzierungsvarianten – von der familiären Unterstützung, des Nebenjobs, des BAföGs, des Stipendiums bis zu Studienkrediten und –darlehen.

Stipendium

Als Alternative zu einer Finanzierung kann man sich bei verschiedensten Stiftungen für ein Stipendium bewerben. In Deutschland werden rund 14.000 Studierende durch Stipendien unterstützt. Es kommt also nur eine vglw. kleine Gruppe Studenten in den Genuss eines Stipendiums. Der Bewerbungsaufwand lohnt sich aber dennoch, denn Stipendien müssen nicht zurückgezahlt werden und können wenigstens einen Teil der studienbedingten Kosten decken.

Was zu beachten ist

  • Stipendien werden nicht nur an Hochbegabte vergeben.
  • Ein überdurchschnittliches Abiturzeugnis ist wichtig und gesellschaftliches Engagement oft ausschlaggebend.
  • Oft wird die Referenz eines Professors vorausgesetzt.

Unser Tipp

Die wichtigsten Stiftungen innerhalb Deutschlands finden Sie auf der Internetseite des Bundesverbands Deutscher Stiftungen sowie auf der Seite von Stiftung Warentest.
Sind Sie an einem Auslandsstipendium interessiert, kontaktieren Sie den Deutschen Akademischen Austauschdienst . Erkundigen Sie sich unbedingt nach den an Ihrer Hochschule bestehenden Programmen.

 

BAföG:

BAföG ist ein rein staatliches Förderangebot. Ziel der Förderung ist es, jungen Menschen ein Studium zu ermöglichen. Die Förderhöhe richtet sich hierbei jedoch nach den finanziellen Verhältnissen der Eltern und des Studierenden selbst. Grundsätzlich gilt: Zur Hälfte ist BAföG ein nicht rückzahlungspflichtiger Zuschuss, zur Hälfte ein zinsloses Darlehen des Staates. Der Höchstsatz liegt bei rund 670€ im Monat und mit der Tilgung des Darlehens müssen Sie fünf Jahre nach Beendigung Ihres Studiums beginnen.

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Förderung

  • Die Stellung des BAföG-Antrags bei Ihrem Studentenwerk.
  • Das gewählte Studium ist BAföG-förderungsfähig.
  • Sie sind zu Beginn des Studiums unter 30 Jahre alt.
  • Anhand Ihrer Studienleistungen kann davon ausgegangen werden, dass Sie das Studienziel erfüllen.
  • Sie sind deutscher Staatsbürger, Elternteil oder Ehegatte eines Deutschen, Asylberechtigter oder aufgenommener Flüchtling.
  • Das Einkommen Ihrer Eltern überschreitet die in §24 BAföG festgesetzten Freibeträge nicht.
  • Ihre monatliche Verdienst übersteigt 400€ während der Förderung nicht (4.800€ pro Jahr).

Unser Tipp

Stellen Sie den Antrag rechtzeitig, da die Förderung nicht rückwirkend ab Studienbeginn, sondern ab dem Monat der Antragstellung gezahlt wird. Informieren Sie sich des Weiteren beim BAföG-Amt und nutzen Sie vorab den BAföG-Rechner zur Ermittlung der Höhe Ihres Förderanspruchs. Die Förderung über BAföG ist häufig nicht ausreichend, um die studienbedingten Kosten decken zu können. BAföG lässt sich jedoch sehr gut mit anderen Studienfinanzierungslösungen kombinieren. Beachten Sie jedoch, dass Sie auch für einen Teil des BAföGs bereits Rückzahlungsverpflichtungen haben und kalkulieren Sie dies mit ein.

Bildungsfonds

Ein Bildungsfonds kann eine Alternative zum kreditfinazierten Studium darstellen. Die einkommensabhängige Studienfinanzierung deckt auch Auslandsaufenthalte und Einmalaufwendungen ab.

Bildungskredit

Ein Bildungskredit kann durch günstige Konditionen sich von einem klassischen Bankdarlehen abgrenzen.

Weiterbildungsfinanzierung

möglicherweise Hilft Ihnen auch eine klassische Weiterbildungsfinazierung für Ihr Studienvorhaben weiter.

Nebenjobs und Nebenerwerb zur Studienfinanzierung nutzen

Als Studierender können Sie sich selbst um gelegentliche Nebenjobs bemühen. Typische studentische Tätigkeitsfelder wie das Arbeiten in einem Café oder einer Bar, sind häufig studienfachfremd und benötigen genügend Zeit während des Studiums. Doch zur kompletten Finanzierung des Studiums reicht ein Nebenjob nicht aus und während eines Vollzeitjobs kommt das Studium sicherlich zu kurz. Es besteht daher stets die Gefahr, das Studium zu vernachlässigen. Als Finanzierungsbasis für das Studium bietet sich daher im Idealfall eine Kombination aus familiärer Unterstützung, Nebenjobs und verschiedenen Konzepte der Studienfinanzierung an.

Voraussetzungen und Regeln für den Nebenjob im Studium

Eine komplette Finanzierung des Studiums allein mit Hilfe von Nebenjobs gestaltet sich eher schwierig. Falls Sie sich dennoch etwas dazu verdienen wollen, sollten Sie Folgendes beachten:

  • 450-Euro-Jobs: Kleineren Nebentätigkeiten bis zu insgesamt 450€ monatlich sind sozialversicherungsfrei. Allerdings zahlen Beschäftigte, die nach dem 1. Januar 2013 ihren Arbeitsvertrag abgeschlossen haben, in die Rentenkasse ein.
  • Nicht mehr als 20h/ Woche: Um geringere Sozialabgaben leisten zu müssen, sollten Sie als Studierender während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden pro Woche in Nebenjobs tätig werden. Ausgenommen von der 20-Stunden-Regelung sind Aushilfstätigkeiten in der vorlesungsfreien Zeit.
  • BAföG vs. Nebenverdienst: Achtung, das Einkommen aus Ihren Nebenjobs kann sich, sofern Sie BAföG empfangen, u.U. negativ auf Ihre Unterstützung auswirken. So dürfen Sie monatlich nicht mehr als 400€ mit Ihren Studentenjobs erwirtschaften, um den bisherigen BAföG-Satz aufrecht zu erhalten.
  • Kindergeld vs. Nebenverdienst: Wenn Sie unter 25 Jahre alt sind, erhalten Ihre Eltern Kindergeld für Sie. Seit Beginn 2012 wird das Kindergeld ohne Berücksichtigung Ihrer Einkünfte aus Nebenjobs o. ä. gezahlt. Dies gilt allerdings nur während Ihres Erststudiums und wenn Sie weniger als 20h/ Woche arbeiten.
  • Steuern: Pro Monat können Sie bis zu 753€ dazu verdienen, ohne darauf Steuern zahlen zu müssen. Vorsicht jedoch bei Vollzeitjobs in der vorlesungsfreien Zeit. Hier können auch höhere Monatseinkünfte zusammen kommen. Der Grundfreibetrag für Studenten, die einem Nebenjob (keinem 450€-Job!) nachgehen liegt bei 8.004€ pro Jahr. Allerdings können 1.000€ als Arbeitnehmerpauschalbetrag und 36€ als Sonderausgabenpauschalbetrag in der Steuererklärung geltend gemacht werden, wodurch jährlich bis zu 9.040€ steuerfrei verdient werden können.
  • Selbständigkeit: Wenn Sie Ihre Nebenjobs in Form einer Selbständigkeit verfolgen, dann müssen Sie hierfür eine Steuererklärung anfertigen. Bleiben Sie insgesamt unter einem Verdienst von 8.004€, so liegt Ihr Gewinn unter dem Grundfreibetrag und ist steuerfrei. Wenn Sie mehr als 17.500€ einnehmen, dann sind Sie umsatzsteuerpflichtig. Eine Gewerbesteuerpflicht tritt erst dann ein, wenn Sie mehr als 24.500€ erwirtschaften. Für Ihre selbständige Tätigkeit gilt dieselbe Stundenregelung wie für eine Nebentätigkeit als Mitarbeiter.

Unser Tipp

Als Nachhilfelehrer können Sie zeitlich flexibel arbeiten und Ihr Stundenhonorar selbst bestimmen. Bei Tutoria.de oder abiturma.de (speziell für Mathematik) können Sie sich als Nachhilfe-Lehrer kostenlos anmelden / bewerben.

Studienbeitragsdarlehen

Bei einem Studienbeitragsdarlehen kommen Sie in den Genuss einer bundeslandspezifischen Förderung. Es lohnt sich zu prüfen ob eine passende Landesförderung für Sie gültig ist und von der Sie als Studierender profitieren können.