Studienkosten für ein Studium

Ein Überblick der allgemeinen Kosten eines Studiums

Lebenshaltungskosten für Studierende Miete, Ernährung und Freizeit

Die Lebenshaltungskosten von Studierenden in Deutschland variieren je nach Stadt sehr stark. In der Hauptstadt Berlin zum Beispiel sind die Mieten im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten verhältnismäßig günstig. Durchschnittlich zahlen Studierende in Berlin 321 € Miete. Insgesamt geben sie monatlich 833 € aus und haben 923 € an Einnahmen zur Verfügung. Damit leben Berliner Studierende vergleichsweise günstig. Das verdanken sie in erster Linie den niedrigen Mieten in der deutschen Hauptstadt. Aber auch die Kosten für Freizeit (84 €) und Ernährung (177 €) fallen hier recht niedrig aus.

Hohe Lebenshaltungskosten in München und Hamburg

München hingegen ist – nicht nur für Studenten – eine teure Stadt, wenn es um die Lebenshaltungskosten geht. Insbesondere die Mietpreise sind hier sehr hoch. Zwar zahlen Studierende mit durchschnittlich 358 € gar nicht so viel mehr Miete als in Berlin, doch insbesondere in den letzten Jahren sind die Mietpreise noch einmal eklatant gestiegen, sodass jemand, der neu nach München zieht, mit etwa 500 € Miete rechnen sollte. Die Kosten für Ernährung schlagen in München mit durchschnittlich 184 € zu Buche, die für Freizeitaktivitäten mit 78 €. Auch Hamburg zählt zu den teureren Städten in Deutschland. Hier muss man als Student damit rechnen, durchschnittlich 351 € an Miete zu zahlen. Insgesamt fallen monatliche Kosten von 888 € an, wenn man in der Hansestadt studiert. 188 € davon entfallen auf Ernährung, 74 € auf Freizeit.

Niedrigere Lebenshaltungskosten in den neuen Bundesländern

Wer bei der Miete sparen möchte, sollte in Erwägung ziehen, in den neuen Bundesländern zu studieren. In Leipzig etwa zahlt man als Student im Durchschnitt nur 251 € Miete. Auch die Kosten für Ernährung, Freizeit & Co sind in Leipzig um einiges niedriger als zum Beispiel in München oder auch Hamburg. So muss man als Student dort insgesamt nur mit durchschnittlichen Ausgaben von 689 € rechnen. Und wie sieht es mit den studentischen Lebenshaltungskosten in einer typischen Studentenstadt wie Tübingen aus? Hier verfügen Studierende durchschnittlich über 832 € an Einnahmen und müssen mit 759 € an Ausgaben rechnen. Die Miete schlägt im Durchschnitt mit 304 € zu Buche, die Ernährung mit 162 € und für Freizeitaktivitäten geben Tübinger Studierende durchschnittlich 61 € im Monat aus.

Insgesamt gibt es also durchaus starke Unterschiede zwischen den einzelnen Studentenstädten in Deutschland, was die Studienkosten angeht. Insbesondere bei den Lebenshaltungskosten und speziell bei der Miete kann man enorm sparen, wenn man beim Studienort flexibel ist. Jedoch sollten natürlich die Studienkosten nicht der alleinige entscheidende Faktor sein, wenn es darum geht, wo man studieren möchte.

Mit der Entscheidung für ein Studium, entscheiden sich viele Studienanfänger für eine neue Heimatstadt. Doch wer die heimischen Gefilde verlässt, muss sich zwangsläufig auch mit dem Thema Mietkosten auseinandersetzen. Wie viel Miete du tatsächlich zahlst, ist in erster Linie von der Stadt, für die du dich entscheidest, abhängig. Doch entscheidet sich kaum ein Student ausschließlich auf Basis des Quadratmeterpreises, auch die Attraktivität und die Qualität der Lehre sind für die Wahl ausschlaggebend. Es überrascht uns daher kaum, dass sich München seit Jahren auf Platz 1 der beliebtesten Studienstädte Deutschlands befindet. Alleine an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) studieren 2016 nahezu 51.500 Studenten aus aller Welt.

Wer sich für ein Studium in der bayrischen Landeshauptstadt entscheidet, muss jedoch durchaus etwas tiefer in die Tasche greifen. Denn der Wohnraum ist nicht nur sehr beliebt, sondern auch knapp und dementsprechend teuer. Gleiches gilt für Hamburg, Frankfurt oder Köln, die ebenfalls zu den beliebtesten deutschen Studienstädten gehören. Damit du deine Finanzen bestmöglich planen kannst, empfehlen wir dir einen Blick in den Mietspiegel deiner neuen Wahlheimat zu werfen. Etwas günstiger wohnt es sich im und rund um das Ruhrgebiet. Insbesondere Leipzig und Dresden sind aufgrund der unschlagbaren Mietpreise hoch im Kurs unter den angehenden Akademikern. Doch auch kleinere Städte wie die Fahrradstadt Münster, Bochum oder Aachen gehören zu den Favoriten der Studenten.

Wie viel Geld du tatsächlich für die Miete deiner neuen Studentenwohnung oder deines neues WG-Zimmers einplanen musst, lässt sich aufgrund der starken Unterschiede zwischen den einzelnen Städten nur schwer sagen. Solltest du dich für eine der teureren Städte entscheiden, empfehlen wir dir auf ein WG-Zimmer oder sogar auf eines der Studentenwohnheime zurück zu greifen. Doch bedenke bitte, dass günstiger Wohnraum unter Studenten sehr beliebt ist. In München musst du daher bis zu vier Semester Wartezeit für einen Platz im Studentenwohnheim einplanen.

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Wie viel Geld braucht ein Student? Einkommen & Ausgaben

Der „typische Student“ benötigte im Jahr 2009 durchschnittlich 812 € im Monat zur Finanzierung seines Studiums. Die meisten Studierenden liegen in einem Bereich zwischen 600 € und 1.000 € Lebenshaltungskosten pro Monat. Der größte Teil dieses Betrags (ca. 52 %) wird nach wie vor von den Eltern beigesteuert, gefolgt vom eigenen Verdienst (ca. 24 %) aus Tätigkeiten während des Studiums. Der hohe Finanzierungsanteil der Eltern wirft eine Reihe von sozialpolitischen Fragen auf, die auch die BAföG-Finanzierung nicht abschließend beantworten kann. Nur etwa 23 % aller Hochschulstudenten erhalten eine BAföG-Finanzierung  – davon maximal 48 % eine Vollförderung. Das bedeutet, dass nur rund 10 % aller Studierenden den BAföG-Höchstbetrag erhalten. BAföG bleibt also eine Lückenfinanzierung für einige wenige, basierend auf dem sozialpolitischen Aspekt der „Bedürftigkeit“ eines Studenten. So bleibt den meisten Studierenden eben nur die Möglichkeit, sich neben dem Studium noch etwas dazuzuverdienen. Das Problem dabei: Gerade durch die Umstellung auf das Bachelor- und Master-System haben sich die Curricula der meisten Hochschulen noch einmal verdichtet.

Ein Beispiel

Ein Student aus dem Ländle zeigte mir letzthin die Aufgaben der Mathematik-Vorlesung für den (alten) Diplomstudiengang und den neuen Bachelorstudiengang. Es waren absolut die gleichen, nur dass einem im Diplom dafür drei Semester zur Verfügung standen und jetzt nur noch zwei. Nun möchten wir nicht sagen, dass eine Verdichtung des Wissens und eine Erhöhung der Anforderungen nicht möglich oder auch sinnvoll wären – nur eines steht fest: Wenn sich Rahmenbedingungen an den Hochschulen so deutlich ändern, hat dies auch Konsequenzen für die Rahmenbedingungen des akademischen Umfelds.

Im Klartext

Die Studierenden haben heute überwiegend weniger Zeit als früher. Und damit auch weniger Zeit, sich das Studium durch Nebenjobs zu finanzieren. Verschärft wird die finanzielle Situation noch, wenn man vom Standardstudium etwas abweichen möchte, zum Beispiel durch das Sammeln von Auslandserfahrung über Praktika oder Auslandssemester. Ein Studienjahr im Ausland kostet jedoch leicht 10.000 € oder mehr: Studiengebühren an ausländischen Hochschulen, Reisekosten und erhöhte Lebenshaltungskosten summieren sich. Darüber hinaus ist es häufig erforderlich, wertvolle Fachpraktika zu absolvieren, die den Studienverlauf zwar fördern – aber schlecht oder gar nicht bezahlt sind.

Diese Situation birgt zwei Gefahren:

  • Die häufig fachfremden Tätigkeiten in Nebenjobs fressen fast ein Fünftel des gesamten wöchentlichen Zeitbudgets der Studierenden.
    Durch die Notwendigkeit zum Nebenerwerb kann das Studium wesentlich langsamer verlaufen, als wenn es keine „finanzielle Lücke“ gäbe. Oder aber: Da der Lernstoff in der verbleibenden Zeit verinnerlicht werden muss, kann er nur noch oberflächlich verarbeitet werden – der Notenschnitt sinkt dann. Im schlimmsten Fall wird das Studium ganz abgebrochen, da sich die verschiedenen zeitlichen Anforderungen (Lernen und Arbeiten) nicht dauerhaft miteinander vereinbaren lassen.
  • Die Alternative dazu ist, dass die finanzielle Belastung der Eltern durch das Studium weiter steigt. Dieser heute schon sehr hohe finanzielle Anteil der Eltern kann nicht beliebig gesteigert werden – insbesondere dann nicht, wenn die Qualifizierung breiter Schichten als gesellschaftliches Ziel gelten soll – und nicht nur die Kinder wohlhabender Eltern studieren können sollen.

Daher nimmt der Bedarf an privaten Studienfinanzierungsformen zu. Die Studienfinanzierung verschafft den Studierenden sowohl den notwendigen zeitlichen Freiraum, als auch die innere Unabhängigkeit vom Elternhaus. Durch die Studienfinanzierung erhält jeder die Chance, sich den Herausforderungen des Studiums ohne finanzielle Sorgen zu stellen. Im Folgenden soll auf die wichtigsten Formen der Studienfinanzierung eingegangen werden. Dabei wird unterschieden zwischen staatlich geförderten Finanzierungszusagen, Studienfinanzierung auf Basis klassischer Kredite und neueren Formen, den sogenannten Bildungsfonds.